Seppli geht nach Zürich
Sonntag, 14. März 2010 um 19:19 Uhr

Der Zürcher Fechtclub gewinnt mit drei Siegermannschaften den Wanderpokal "Seppli". Die Fechtgesellschaft Küssnacht folgt mit einem Sieg und drei zweiten Plätzen.

Am vergangenen Wochenende stellten sich fünf Teams aus Küssnacht der Konkurrenz. Die Fechterinnen und Fechter waren für den Einsatz am Heimturnier in der Turnhalle Ebnet besonders motiviert. Zeitgleich zeichnete sich am Turnier in Sion eine Erfolgsgeschichte ab.

 

Bereits am Samstag fochten Ramona Perazza, Martina Jungo und Gwendolyn Graf

in der Kategorie Kadetten (Jg. 1993/1994). Im letzten Gefecht gegen die Fechterinnen aus Schaffhausen starteten die Einheimischen unglücklich in die Begegnung und wurden so von den Ostschweizerinnen auf den guten zweiten Rang verwiesen. In der Kategorie der Jahrgänge 1996/1997 gehörten die Küssnachter zu den Mitfavoriten. Nach der Vorrunde lag nur das Team des Zürcher Fechtclubs vor ihnen. Riana Busler, Tim Grossrieder, Patrick Zimmermann und Jori Villiger gewannen in der Direktausscheidung Begegnung um Begegnung. Im Finale schliesslich kam es zur logischen Paarung zwischen dem Zürcher Fechtclub und Küssnacht. Zu Beginn der Begegnung vermochten die vom Fechtlehrer Léonard Wolter trainierten Kinder der Fechtgesellschaft Küssnacht (FGK) das Geschehen ausgeglichen zu gestalten. Innert weniger Minuten konnten die Zürcher aber auf 25:16 erhöhen. Dieser Vorsprung bedeutete gleichzeitig die Vorentscheidung und den Sieg. Der nächste zweite Rang an diesem Tag machte die FGK zu einem Mitfavoriten auf den Wanderpokal „Seppli“ als erfolgreichster Verein der diesjährigen Austragung des Turniers im Rigidorf.

Medaillensegen bei den Jüngsten

Am Sonntagmorgen standen die Kategorien 2001 und jünger sowie 1999/2000 auf der Piste. Gleich zwei Teams der FGK waren am Start. Das Team um Nick Grossrieder wurde im Vorfeld mehrmals als mögliche Sieger genannt. Seine Mitstreiter Marino Svellenti und David Weber sammelten am Vortag in Sion viel Selbstvertrauen. Im Wallis waren beide nach zwei Vorrunden unter den ersten Acht platziert. In der Direktausscheidung konnte David Weber erst im Halbfinal von Matteo Baechler aus Fribourg gestoppt werden. David landete schlussendlich auf Platz drei. Im Finalgefecht traf Matteo Baechler auf Marino Svellenti, wiederum ein Küssnachter Fechter. Mit 0:4 nach drei Minuten, schien es ein klarer Sieg für den Fribourger zu werden. Marino konnte seine Taktik nach der Pause aber ändern und startete zur grossen Aufholjagd. In der Endabrechnung stand es 6:4 für den Küssnachter und dies bedeutete Gold! Am Heimturnier wollte dieses Team natürlich die nächste Medaille gewinnen. Entsprechend fochten sie sich von Sieg zu Sieg und die goldene Auszeichnung wurde wahr. Für die FGK 2 mit Simon Schönbächler, Manuel Schilliger, Natascha Graf und Joel Zwahlen hiess die Devise Turniererfahrung zu sammeln. Mit ihrem couragierten Auftreten gegen teils beinahe übermächtige Gegner verkauften sie ihre Haut so teuer wie möglich. Dieser Einsatz wurde mit der überraschenden Silbermedaille belohnt. Dank diesen weiteren Spitzenplätzen zeichnete sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem Zürcher Fechtclub und der FGK um den Wanderpokal ab.

Küssnacht im letzten Moment gestoppt

Die letzten Gefechte in der Kategorie Minim (1995/1996) mussten die Entscheidung bringen. Till Petermann, Stefan Jungo, Paul Spirgi und Jori Villiger zeigten eine durchzogene Zwischenrunde und mussten sich mit dem fünften Zwischenrang begnügen. Gegen die Fechter von Luzern 1 starteten die Rigidörfler dann aber durch und qualifizierten sich souverän für den Halbfinal gegen den Zürcher Fechtclub. Technisch wie kräftemässig fanden die Küssnachter gegen den Turnierfavoriten zu keinem Zeitpunkt ein Mittel. Auch auf die verbalen Plänkeleien neben der Piste waren die jungen Fechter nicht vorbereitet und mussten so eine bittere Niederlage einstecken. Im Gefecht um den dritten Rang gegen den Fechtclub Otelfingen schliesslich fehlte schlicht die Kraft, dieses noch zu einem guten Ende zu bringen. Die Küssnachter beendeten das Turnier auf dem vierten Rang von neun Teams. Trotz des unglücklichen Platzes eine tolle Leistung. In der Endabrechnung des Wochenendes gewannen die Teams des Zürcher Fechtclubs verdient. Der Wanderpokal „Seppli“ verweilt somit für ein Jahr in Zürich.

 

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Rangliste 2010
Poussin und Pupille
Benjamin
Minim
Cadet und Junior